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SKINSHAPE IN FÜNF TRACKS

SKINSHAPE ist das studioprojekt des britischen musikers und produzenten WILLIAM DOREY. seine arbeit speist sich aus einer tiefen neugier für musik der 1960er und 70er jahre – von funk, reggae und psychedelic rock bis zu folk, afrobeat und library music. vieles davon entsteht wie aus einer anderen zeit: DOREY baut seinen sound bevorzugt selbst auf, oft mit alten bandmaschinen, statt auf samples zurückzugreifen.

geboren an der südküste in dorset und später in nordlondon verwurzelt, bewegt sich DOREY seit jeher zwischen szenen. vor SKINSHAPE spielte er bass bei PALACE und gründete sein eigenes label horus records. regelmäßig arbeitet er mit musiker*innen aus ost- und westafrika sowie brasilien zusammen – darunter der kenianische sänger IDD AZIZ und der brasilianische multiinstrumentalist PEDRO MIZUTANI. diese zusammenarbeiten erweitern den charakter seiner aufnahmen, bleiben aber eng mit dem warmen SKINSHAPE-sound verbunden.

im dezember 2022 präsentierte SKINSHAPE als teil der mojo-reihe beyond seine liebsten stücke aus dem bereich african music der 60er bis 80er jahre im mojo jazz café.

am 19 APR 2026 kehrt der britische musiker und produzent zurück. dieses mal in den club und mit 5-köpfiger live-band, mit der er eine auswahl seines breiten katalogs performt. ein abend wie ein guide durch die SKINSHAPE-alben – von frühen, introspektiven skizzen bis zu weltoffenen, organischen grooves.

hier kommen fünf tracks, die das facettenreiche werk des briten zeigen. 


1. „oracolo“ – track aus „oracolo“ (2015)

„oracolo“ feierte nicht nur in diesem dezember 10-jähriges jubiläum, sondern zeigt bereits vieles, was SKINSHAPE ausmacht: psychedelia, western-ähnliche weite, reduziertes storytelling. der titeltrack erinnert an CAN oder den frühen TAME IMPALA, bleibt aber in seiner rhythmischen zurückhaltung sehr britisch. ruhig, klar, atmosphärisch – „oracolo“ wirkt wie ein filmstill. ein soundtrackartiger einstieg.


2. „inside“ feat. AARON TAYLOR – track aus „life & love“ (2017)

aus „life & love“ – einem album, das DOREY fast vollständig allein eingespielt hat. warm, zurückgelehnt, D.I.Y. funk und soul mit einer melodischen leichtigkeit, die an KHRUANGBIN erinnert. ein gutes beispiel für die tiefe und ruhe, die viele SKINSHAPE-produktionen auszeichnen. „inside“ verbindet funk und folk mit einer einfachen, aber wirkungsvollen melodie. classic SKINSHAPE: mit seltener analog-technik spielte DOREY fast alles selbst ein. AARON TAYLOR ergänzt eine weiche, soulorientierte vokallinie.


3. „afande“ feat. IDD AZIZ – track aus „umoja“ (2020)

das album „umoja“ entstand u. a. in zusammenarbeit mit musiker*innen aus kenia, ghana, senegal und brasilien. der kenianische sänger und percussionist IDD AZIZ ist für seine klaren, melodischen linien und verbindung aus tradition und pop-sensibilität bekannt; „afande“ bringt seinen gesang mit einem hybriden groove zusammen und verbindet westafrikanischen afrobeat und ostafrikanische rhythmik.


4. „nobody knows“ – track aus „craterellus tubaeformis“ (2023)

ein stück, das an frühere SKINSHAPE-phasen anschließt; aus einem album, das den lateinischen namen des trompetenpfifferlings trägt. psychedelische farben, rhythmische gelassenheit und ein spielerischer umgang mit analogen texturen erinnern an „life & love“. im zweiten teil von „nobody knows“ überrascht der einsatz einer sitar. weitere highlights: „the ocean“ und „amnesia“.


5. „theme for horus“ – track aus „SKINSHAPE x HORUS“ (2025)

eine dub-produktion aus der aktuellen kooperation SKINSHAPE x HORUS. ein analoger reggae/dub-ansatz mit klarer verortung in der tradition jamaikanischer studioproduktionen, der die verbindung zu DOREYs label horus records zeigt – dem label, das er 2013 mit BEN BELL gründete, um jamaikanische 60s/70s-reggae-kultur neu zugänglich zu machen.